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Der Fachverlag

Zeitgeschichte

Die Reihe Zeitgeschichte im Verlag des ÖGB ist in den letzten Jahren sukzessive ausgebaut worden. Neben ihrem Standardwerk „Die österreichische Gewerkschaftsbewegung“ hat die Historikerin Dr. Brigitte Pellar „Eine andere Geschichte Österreichs“ herausgebracht. Es handelt sich um einen Bildband über die Geschichte der Gewerkschaft, der wie eine Zeitung gestaltet und gelesen werden kann. Ein fixer Kern ist für alle Gewerkschaften gleich, Mutationen berichten über die Geschichte der Teilgewerkschaften. Es ist ein Buch, das daran erinnert, dass vieles, was uns heute selbstverständlich erscheint, erst über Jahre hart erkämpft werden musste.

Highlights aus dem Programm sind die „Tramwaygeschichte(n)“, eine Geschichte der Wiener Straßenbahner über ihren Kampf gegen Austrofaschismus und Nationalsozialismus, die Erinnerungen des jüdischen Emigranten Walter Stern („Das Überleben hat gelohnt“) und die Reihe über GewerkschafterInnen in der Sozialversicherung. Der Historiker Dr. Guenther Steiner publizierte über Johann Böhm, den Mitbegründer des überparteilichen ÖGB 1945, über Karl Maisel, den Minister des ASVG, über Friedrich Hillegeist und zuletzt über Josef Resch.

Die Berichte und Forschungen zur Gewerkschaftsgeschichte, herausgegeben von Dr. Klaus-Dieter Mulley und Dr. Peter Autengruber, beschäftigen sich mit grundlegenden und herausragenden Dissertationen zum Thema. Drei Titel liegen vor. John Evers „Internationale Gewerkschaftsarbeit in der Habsburgermonarchie“ über die Reichsgewerkschaftskommission, Brigitte Pellars Arbeit über Vorformen der Sozialpartnerschaft in der Späthabsburgermonarchie („ … mit sozialpolitischen Erwägungen“) und „Die christliche Arbeiterbewegung 1933 bis 1946“ von Dr. Georg-Hans Schmit.

Bücher der Reihe Zeitgeschichte

Doch die Menschen liebe ich über alles

Rosa Jochmann. Eine Biographie in Briefen

Der Autor hat den Nachlass der Sozialdemokratin, Widerstandskämpferin und KZ-Überlebenden Rosa Jochmann gesichtet, aber auch in vielen weiteren Archiven geforscht und viele bis dato unveröffentlichte Briefe gefunden. Das Ergebnis ist ein rares Stück Zeitgeschichte. Rosa Jochmann hat mit mehreren Bundespräsidenten (Theodor Körner, Adolf Schärf, Franz Jonas, Rudolf Kirchschläger und Heinz Fischer) korrespondiert, aber auch mit den SPÖ-Vorsitzenden Bruno Pittermann, Bruno Kreisky und Franz Vranitzky. Der Briefverkehr ist thematisch geordnet: Es sind Briefe aus den Jahren der Illegalität 1934-1938, Briefe zum Thema KZ-Ravensbrück, Briefe, in denen sie sich um die Rückkehr von Emigranten nach 1945 kümmert, Briefe gegen das Vergessen und die Verharmlosung der NS-Verbrechen, aber auch Briefe mit Wegbegleitern aus Politik und Gesellschaft. Der Briefverkehr ist erläutert, insbesondere werden, wo es notwendig ist, Namen, die heute nicht mehr jedem/r geläufig sind, erklärt.

Wir sind mittendrin

Menschen erzählen aus ihren Arbeitsfeldern Flucht, Asyl und Migration

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was Menschen aus vielen Berufsgruppen rund um das Thema Flucht, Asyl, Migration, Inklusion etc. erleben? In Form von Interviews versucht die Herausgeberin, Menschen aus ihren Berufsfeldern zu Wort kommen zu lassen. Dabei soll aufgezeigt werden, dass der Anspruch nach Integration nicht nur die zu uns kommenden Menschen betrifft, sondern dass viele Menschen in zahlreichen Berufen tagtäglich daran mitarbeiten und es darüber Vieles zu berichten gibt. Wie gehen Menschen damit um, die tagtäglich "mittendrin" sind und ihre Arbeit immer wieder neu ausrichten müssen, um zielführend unterstützen zu können? Der Blickpunkt der Herausgeberin richtet sich auf das Gebiet Innsbruck und Innsbruck Land zwischen Wörgl und Matrei am Brenner.

Rosa Jochmann

Rosa Jochmann (1901-1994) war in Österreich, aber auch über die Landesgrenzen hinaus, eine prominente Person des öffentlichen Lebens. Sie war als "Grande Dame" der Sozialdemokratie, als Zeitzeugin, als ehemalige Widerstandskämpferin und als Überlebende des NS-Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück bekannt. Zeit ihres Lebens engagierte sie sich für den Kampf gegen Faschismus, Antisemitismus und Rassismus. Diese erste umfassende Biographie verortet Rosa Jochmann in der österreichischen Geschichte und damit zugleich in den gesellschaftspolitischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts aus geschlechtshistorischer Perspektive. Die Arbeit blickt auf Jochmanns politisches Frauen- und Freundinnennetzwerk sowie auf ihre Rolle als Politikerin und Zeitzeugin. Rosa Jochmann ist mehr als nur eine historische Figur. Ihr Leben ist zugleich eine Mahnung für die Notwendigkeit des demokratischen und sozialen Engagements für eine gerechtere und solidarische Welt.

Welt aus den Fugen - Solidargemeinschaft gefährdet?

Wie der Neoliberalismus unser Leben verändert

Hrsg.: AK Kärnten

Der Sammelband zur gleichnamigen, von Mai bis Oktober 2018 in der Arbeiterkammer Kärnten gezeigten Ausstellung, widmet sich gut einem Jahrzehnt nach Ausbruch der globalen Wirtschaftskrise dem Gegenstand "Neoliberalismus". Der Band zeigt u.a. auf, warum unsere Solidargemeinschaft gegenwärtig zur Disposition gestellt wird und welche Konsequenzen damit verbunden sind. Effekte des neoliberalen Programms auf Demokratie, Bildung oder Medien finden ebenso Berücksichtigung wie historische Entwicklungslinien und neoliberale Netzwerke. Eine Publikation, die Erklärungen liefert, Fragen aufwirft und zum Nachdenken einlädt. Mit Beiträgen u.a. von Georg Hubmann, Florian Kerschbaumer, Marion Koschier, Larissa Krainer, Heinz Pichler, Stephan Pühringer, Daniel Weidlitsch und Carla Weinzierl.

Reise in die Geschichte der ArbeiterInnenbewegung in Wien

Ausgewählte Schauplätze

Slapansky Wolfgang
Hrsg.:Sever Georg

Bei einem Spaziergang durch Wien kommt man an jeder Ecke mit der Wiener ArbeiterInnenbewegung in Berührung. Vom Wienerberg im Süden – die Wiege der österreichischen ArbeiterInnenbewegung – über das Amalienbad und das Vorwärts-Haus bis hin zum Karl-Marx-Hof im Norden, dem Prestigeprojekt der Wiener Wohnungspolitik der Zwischenkriegszeit. Es handelt sich um Bauten und Institutionen, die ein Weltbild widerspiegeln, das von Gleichheit, Solidarität, Mitbestimmung, guten Arbeitsbedingungen, gerechtem Lohn, leistbaren Freizeitmöglichkeiten und einem friedlichen Miteinander aller geprägt ist. Von den geschichtlichen Orten der ArbeiterInnenbewegung ausgehend spannt der Autor einen Bogen zur Bedeutung der jeweiligen Einrichtung in die heutige Zeit. Anhand historischer Schauplätze in Wien wird die geschichtliche Leistung der ArbeiterInnnenbewegung verdeutlicht. Zahlreiche Abbildungen machen diesen Reiseführer zu einer vergnüglichen Lektüre. Es ist ein Stadtspaziergang der besonderen Art.

An der Grenze

Wie Polizistinnen und Polizisten die Flüchtlingsbewegung erleben

Seit der großen Flüchtlingsbewegung 2015 nimmt die Migrationsfrage in der öffentlichen Diskussion eine zentrale Rolle ein. Die Spannungen und aufkeimenden Ängste zwischen Flüchtlingen, Migranten_innen und der einheimischen Bevölkerung zählen in ganz Europa zu den größten sozialen und politischen Herausforderungen unserer Zeit. Während die Politik am Verhandlungstisch nach Lösungen ringt, haben Polizistinnen und Polizisten täglich von Angesicht zu Angesicht mit Asylwerbern und Migranten_innen zu tun. Menschen in Extremsituationen zu erleben, gehört zum Berufsalltag der Polizei, doch wie gehen Polizistinnen und Polizisten mit dieser ganz speziellen Thematik um? In diesem Buch erzählen 20 österreichische Polizistinnen und Polizisten aus ganz persönlicher Sicht, wie sie die Flüchtlingsthematik im Rahmen ihrer Arbeit erleben. Geschichten rund um das Thema Migration, in allen seinen Facetten - von geglückter bis hin zu weniger geglückter Integration, von tragischen Einzelschicksalen und kriminellen Mitläufern. Die aktuelle Situation an den Staatsgrenzen wird ebenso beleuchtet wie nähere Hintergründe zu der größten Schleppertragödie, die jemals auf österreichischem Boden stattgefunden hat, als im August 2015 71 tote Flüchtlinge in einem Lkw auf der A-4-Autobahn bei Parndorf aufgefunden wurden. Dieses Buch bietet Informationen aus erster Hand, welchen Beitrag die Polizei zur Bewerkstellung der Flüchtlingsthematik leistet und wie sehr diese beruflichen Herausforderungen mitunter selbst an persönliche Grenzen bringen.

Siebzig Jahre Irmgard Schmidleithner

Brot und Rosen

Das Buch würdigt das politische Leben der Gewerkschafterin und ehemaligen Vizepräsidentin des Österreichischen Gewerkschaftsbundes Irmgard Schmidleithner. Prominenz aus Politik und Religion kommt ebenso zu Wort wie langjährige Weggefährten und Weggefährtinnen. Texte von und über die Jubilarin vervollständigen das Bild einer engagierten Kämpferin insbesondere für die Rechte der Frau. Ein Interview von Bettina Rodemund gibt Einblick in ihr Privatleben. Die HerausgeberInnen zeichnen ein facettenreiches Bild von Irmgard Schmidleithner. Ihre Motivation im gewerkschaftlichen Handeln war getrieben von den Themen „Gleichbehandlung, Arbeitsplatzsituation und Beschäftigungspolitik“. Das Leben sollte nicht irgendwann einmal besser werden, sondern jetzt. Ihr Ziel war und ist eine gerechte, humane, friedliche und weltoffene Gesellschaft.

Dieses Buch ist einer wahren Freundin gewidmet. Für mich ist Irmgard Schmidleithner ein wichtiger Teil der österreichischen Frauengeschichte. Sie konnte während ihrer Funktionszeit unzählige rechtliche Veränderungen zum Wohle der Frauen erwirken. Das Gleichbehandlungspaket, in Zusammenarbeit mit Johanna Dohnal, ist dabei ihre größte Errungenschaft. „Brot und Rosen“ ist nicht nur der Titel eines Arbeiterinnenliedes, sondern ist für Irmgard ein Aufruf: Gebt den Frauen nicht nur das Notwendigste, sondern auch Bildung und mehr! Ingeborg Rodemund

Ein verlässlicher Partner für´s Leben

Sicherheit von der industriellen Revolution bis ins digitale Zeitalter

Das System der Sozialversicherung, so wie wir es heute kennen, basiert auf jenen Grundlagen, die bei der Einführung der gesetzlichen Sozialversicherung vor etwa 130 Jahren geschaffen wurden: Krankenversicherung, Unfallversicherung und Pensionsversicherung als drei Zweige der Sozialversicherung und Pflichtversicherung je nach Beschäftigung. Die Beiträge und Geldleistungen werden vom Erwerbseinkommen berechnet. Die Sozialversicherungsträger sind nach Berufsgruppen gegliedert, die Träger in Selbstverwaltung der Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter organisiert (bei den Selbständigen nur aus Versichertenvertretern). Wer das System der Sozialversicherung verstehen will, muss an seine Anfänge zurückblicken. Das Buch zeichnet daher die Entwicklung der Sozialversicherung von den Vorformen im Mittelalter über die ersten Schritte im 19. Jahrhundert bis zum Ausbau der Leistungen der Sozialversicherung in den 1980er-Jahren nach, setzt mit den Pensionsreformen der 1990er-Jahre und der Organisationsreform des Hauptverbandes fort und endet mit der aktuellen Diskussion um die Reform der Sozialversicherungsträger.

Radenthein

Arbeiterleben und Wirtschaftswandel – zur Entstehung eines Weltkonzerns

Radenthein

Arbeiterleben und Wirtschaftswandel – zur Entstehung eines Weltkonzerns Kowatsch Martin, Institut für Geschichte der Kärntner Arbeiterbewegung

Radenthein entwickelte sich vom „Bauerndorf“ zur Industriegemeinde. Es ist der Werdegang einer Region, der zu Wohlstand und modernem Leben für viele Menschen in mehreren Generationen führte. Die fortwährenden wirtschaftlichen Veränderungen brachten immer wieder neue Anforderungen für den Wirtschafts-, den Gesellschafts und den Bildungsbereich. Eine starke Arbeiterbewegung, geprägt durch diese Industrialisierung und die einhergehende gewerkschaftliche Organisation beeinflussten über Jahrzehnte die Region von Radenthein. Hervorgerufen durch den Wirtschaftswandel gab es im Laufe der Zeit wesentliche Veränderungen für den Ablauf im Betrieb, aber auch für die von ihm abhängigen Menschen. Sie blieben vielen positiv in Erinnerung. Das Werk setzte in der Bildungspolitik vorbildliche regionale Impulse (Bau der Volksschule/1924, Gründung der Hauptschule/1927, den Kindergartenbau/1931, die Errichtung des Sportplatzes/1938). Es kam zu einem bildungsmäßigen und sozialen Anstieg. Doch es war auch ein mit Unterstützungen zugekaufter Einfluss der Geldgeber. Trotz der Zuwanderung aus vielen Teilen Europas, trotz vieler Sprachen und Kulturen konnte sich in der Region Radenthein das soziale System, das Bildungssystem und das Gesellschaftsystem im stetigen Wandel ebenso vervollständigen wie an der Aufklärung über demokratische Grundsätze zwischen Arbeitnehmervertretung und Firmenleitung gemeinsam festgehalten wurde.

Auf dem Weg zur Gleichbehandlung

Mehr als 27 Jahre lang hat Ingrid Nikolay-Leitner die Situation der Gleichbehandlung in Österreich geprägt. Sie setzte sich– als erste Anwältin für Gleichbehandlungsfragen in Österreich und schließlich als Leiterin der Gleichbehandlungsanwaltschaft – dafür ein, dass Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts sowie seit 2004 auch aufgrund der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion oder Weltanschauung, des Alters und der sexuellen Orientierung Einhalt geboten werden kann. Ihre Erfahrungen brachte Ingrid Nikolay-Leitner auch auf internationaler Ebene ein, indem sie das europäische Netzwerk „Equinet“ mitbegründete. Die 39 Beiträge dieser Festschrift anlässlich ihrer Pensionierung geben die Entstehung und Entwicklung der Gleichbehandlungsgesetzgebung und der Gleichbehandlungsanwaltschaft wider und zeigen auf, was an weiteren Schritten im Interesse von Gleichbehandlung notwendig ist.

50 Jahre Institut für Arbeitsrecht und Sozialrecht der Johannes Kepler Universität Linz

Das Institut für Arbeitsrecht und Sozialrecht der Johannes Kepler Universität Linz hat mit zahlreichen Gästen aus Wissenschaft und Praxis am 15. Mai 2017 sein 50jähriges Bestehen gefeiert. Neben der Geschichte und Entwicklung des Instituts stand vor allem der zentrale Forschungsschwerpunkt seit seiner Gründung im Mittelpunkt: Die Demokratisierung der Arbeitswelt. Dieses Thema wurde im Festsaal der JKU von den Mitgliedern des Instituts aus unterschiedlichen Blickwinkeln im Rahmen wissenschaftlicher Fachvorträge beleuchtet. Dem Generalthema des Festaktes widmete sich auch die daran anschließende Antrittsvorlesung von Elias Felten.

Die vorliegende Festschrift macht den Inhalt dieser Vorträge einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und damit auf die unverminderte Aktualität dieses Themas aufmerksam. Behandelt werden die Rolle des Betriebsrates nach der österreichischen Betriebsverfassung (Felten), die Geltung von Betriebsvereinbarungen für Nicht-Arbeitnehmer (Geist), die Behandlung unzulässiger Zuwendungen des Betriebsinhabers an das Betriebsratsmitglied (Mathy), Genderaspekte im kollektiven Arbeitsrecht (Naderhirn), die Entgeltkompetenzen der Betriebsvereinbarungsparteien (Rieger) sowie das Problem von Führungskräften im Betriebsrat (Trost).

Der Wandel des industriepolitischen Leitbilds der Arbeiterbewegung

Die Ökonomik der Arbeiterbewegung in der Nachkriegszeit Band 3

Die Beiträge des Bandes befassen sich mit der langfristigen Entwicklung der Sachgüterproduktion, der Praxis der nationalen Industriepolitik und dem Wandel des industriepolitischen Leitbilds der Arbeiterbewegung von den 1950er-Jahren bis in die Gegenwart. Mit welchen unterschiedlichen Argumenten wurde Industriepolitik im Laufe der Zeit begründet (bzw. abgelehnt)? Im Mittelpunkt stehen also wesentliche Aspekte der politischen Ökonomie der Zweiten Republik. In erster Linie über die einschlägigen Studien des „Beirats für Wirtschafts- und Sozialfragen“ wirkten die Sozialpartner an der Konzeption der Industriepolitik mit. ÖkonomInnen der Arbeiterbewegung waren in ganz verschiedenen Funktionen am Entwurf, der konkreten Ausgestaltung und der Umsetzung von Industriepolitik beteiligt: in Forschungseinrichtungen wie der Wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung der AK Wien, in Gremien der Sozialpartnerschaft, in Ministerien, in Steuerungseinrichtungen der verstaatlichten Industrie wie der ÖIAG, in Vorständen und Aufsichtsräten verstaatlichter Unternehmen und auf Regierungsposten. Die Brücke zur Gegenwart schlagen Beiträge, die sich mit neuen Entwicklungen in Bezug auf Industrie-, Forschungs- und Innovationspolitik befassen. Unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ wird heute wieder sehr intensiv über die Zukunft der Industrie diskutiert. Findet also in der EU eine Renaissance der Industriepolitik statt?

Gewerkschaften ohne Grenzen

Die Instrumente der European Action Days im Länder- und Zeitvergleich Julia Hofmann

Seit Ausbruch der Krise wird wieder erhöhter Druck auf die Beschäftigten in Europa ausgeübt: Kollektivverträge sollen weiter dezentralisiert, sichere Jobs abgebaut und das Sozialsystem ausgehöhlt werden. Während die Lage im Zentrum Europas noch einigermaßen stabil erscheint, geraten die Beschäftigten in der Peripherie zunehmend unter die Räder. Was machen die Gewerkschaften in Europa, um diesem Trend entgegenzuwirken? Leisten sie genügend Widerstand und fordern sie transnationale Solidarität ein?

Am Beispiel der Geschichte der European Action Days untersucht die Autorin Bedingungen und Barrieren des grenzüberschreitenden Widerstandes in der EU und analysiert erfolgreiche wie weniger erfolgreiche Phasen gewerkschaftlichen Widerstandes. GewerkschafterInnen aus Spanien, Österreich, Finnland und Bulgarien berichten über ihre Perspektiven auf europäische Gewerkschaftsarbeit und über die Chancen und Grenzen transnationalen gewerkschaftlichen Handelns.

Die Deutsche Arbeitsfront in Kärnten 1938-1945

Zur Arbeiterkammer Kärnten zwischen ihrer Liquidierung und Wiedererrichtung

Autoren: Daniel Weidlitsch
Hrsg.: AK Kärnten

Die wechselvolle Geschichte der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Kärnten, wie sie anhand der politischen und gesellschaftlichen Zäsuren der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich wird, prägt das Selbstverständnis der Institution bis heute. Berührten bisherige Forschungen zur Geschichte der AK Kärnten das dunkle Kapitel Nationalsozialismus nur am Rande, so versucht die vorliegende Publikation diese Periode im Kontext der Deutschen Arbeitsfront (DAF) zu fassen. Nach der Zerschlagung der Arbeitnehmervertretung im Deutschen Reich entstanden, trat jene Massenorganisation des Dritten Reiches 1938 nicht nur an die Stelle der AK Kärnten, sondern übernahm auch deren Strukturen. Ausgehend von der Entwicklung der Arbeitsfront und ihrer Aktivitäten ab 1933 beschäftigt sich die vorliegende Darstellung daher mit der DAF in Kärnten. Dabei wird unter anderem erkennbar, dass sich das AK-Gebäude, das von den Nationalsozialisten so bezeichnete "Haus der Arbeit", als Zentrum der DAF in Kärnten etablierte und der Einfluss ihrer Funktionsträger auch auf regionaler Ebene mit den wirtschaftlichen und sozialpolitischen Zielsetzungen des NS-Systems korrelierte. Dazu zählte etwa die Aufrechterhaltung der Arbeitsdisziplin in den Betrieben ebenso wie der Versuch,die Arbeiterschaft in das Konzept der NS-Volksgemeinschaft zu integrieren. Letzteres sollte vor allem durch das Angebot von "Kraft durch Freude" erreicht werden.

Oktoberstreik

Die Realität hinter den Legenden über die Streikbewegung im Herbst 1950
Sanktionen gegen Streikende und ihre Rücknahme. Mit einem Kommentar von Hans Hautmann und Brigitte Pellar
Peter Autengruber/Manfred Mugrauer
224 Seiten, 2. Auflage, 15.04.2017
ISBN 978-3-99046-279-9, Euro 19,90

Die Streikbewegung gegen das vierte Lohn- und Preisabkommen im September/Oktober 1950 ("Oktoberstreik") war ein Schlüsselereignis am Beginn der Zweiten Republik und ein prägendes Ereignis in der Geschichte des Österreichischen Gewerkschaftsbundes. Die spontan ausgebrochene Streikbewegung gegen das 4. Lohn- und Preisabkommen wurde  zu Beginn auch von vielen sozialistischen BetriebsrätInnen und ArbeiterInnen unterstützt. Nach einer Unterbrechung des Streiks übernahm in der zweiten Phase der kommunistische Gewerkschaftsflügel die Führung. Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges wurde der Streik von der Regierung und Gewerkschaftsführung als politischer Putschversuch der KPÖ gewertet. Er ist heute vielfach nur als parteipolitische Auseinandersesetzung in Erinnerung. Da die Vorständekonferenz des ÖGB das Lohn- und Preisabkommen gebilligt+C25 hatte, wurde der Streik ohne Einverständnis des ÖGB durchgeführt.

Nach Beendigung des Streiks wurden 78 GewerkschaftsfunktionärInnen wegen Verstoßes gegen die Statuten und die Geschäftsordnung aus dem ÖGB ausgeschlossen, darunter auch der kommunistische Vizepräsident und Mitbegründer des ÖGB im April 1945 Gottlieb Fiala (1891–1970). 65 Jahre nach diesem Ereignis setzte der ÖGB ein HistorikerInnenteam ein, um den aktuellen Forschungsstand zur Streikbewegung des Jahres 1950 zusammenzufassen und darüber hinaus zur Putschlegende und zu den Ausschlüssen neue Recherchen anzustellen.

Das Ergebnis dieser Arbeit wird mit dem vorliegenden Buch zugänglich gemacht. Auf Grundlage dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse erfolgte im Oktober 2015 die Rehabilitierung der Ausgeschlossenen seitens des ÖGB. Der entsprechende Beschluss des ÖGB-Bundesvorstandes vom 29.10.2015 lautet: "Da die Behauptung, es habe sich bei den Oktoberstreiks 1950 um einen kommunistischen Putschversuch gehandelt, nach heutigen historischen Erkenntnissen widerlegt ist, sind alle gewerkschaftlichen Bildungsunterlagen, soweit das noch nicht erfolgt ist, dementsprechend anzupassen. Darüber hinaus wird festgehalten, dass die damals in Folge der Streiks ausgeschlossenen Gewerkschaftsmitglieder, allen voran das ÖGB-Gründungsmitglied Gottlieb Fiala, nach heutigem Wissensstand nicht  auszuschließen gewesen wären."

Mehr Infos und bestellen: http://www.arbeit-recht-soziales.at/autengruber-peter-mugrauer-manfred-oktoberstreik

Reinhold Melas und die österreichische Sozialversicherung

Wollte man den Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger zumindest bis 1970 in einer Person charakteriesieren, wäre dies sicher Reinhold Melas. Als sein leitender Angestellter war er Schlüsselfigur für alle wesentlichen Entscheidungen der Aufbauphase der Sozialversicherung nach 1945. Die politisch Verantwortlichen vertrauten auf sein Urteil, und er hat ihre Politik beeinflusst. Andererseits musste er politische Entscheidungen zur Kenntnis nehmen. Melas ist Beispiel für die Diskrepanz zwischen der Experten- und der politischen Ebene, gerade im ideologisch hoch aufgeladenem Feld der Sozialversicherung. Bundeskanzler Julius Raab verlieh sah in Melas den "Sozialversicherungspabst".

Gefordert - Gekämpft - Erreicht

Ausgabe Bau-Holz

Dr. Peter Autengruber, Historiker, Verlagsangestellter
Mag. Sabine Lichtenberger, Historikerin, Mitarbeiterin am Institut für Gewerkschafts- und AK-Geschichte/AK Archiv in der AK Wien<
Marliese Mendel Bakk., Historikerin, Mitarbeiterin des Sozialdemokratischen Bildungsvereins

Anhand von sieben ausgewählten Themen wird die Geschichte des ÖGB in der Zweiten Republik dargestellt: Streiks, Arbeitszeit, Lohn und Gehalt, Gesundheit und Sicherheit, Soziale Sicherheit, Mitbestimmung, Solidarität. Die Aufarbeitung erfolgt anhand faksimilierter Titelseiten österreichischer Tageszeitungen. Auf einer Doppelseite findet sich auf der linken Seite die Titelseite einer Tageszeitung, in der ein relevanter Artikel vorkommt, auf der rechten Seite wird der Inhalt kommentiert und in den jeweiligen thematischen Rahmen gestellt.

60 Jahre Allgemeines Sozialversicherungsgesetz

Der Sozialstaat ist die wichtigste Erfindung des 20. Jahrhunderts

Das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz (ASVG) ist das Stammgesetz der Sozialversicherung der unselbständig Erwerbstätigen nach 1945. In ihm spiegeln sich auch die sozioökonomischen Veränderungen der letzten 60 Jahre wider. Aus Anlass der 60. Wiederkehr des Inkrafttretens des ASVG am 1. Jänner 1956 wird in dieser Arbeit das Werden des Gesetzes sowie seine Entwicklung anhand der wesentlichen Marksteine und Novellen, gegliedert nach den Bereichen Allgemeines, Krankenversicherung, Unfallversicherung und Pensionsversicherung dargestellt und damit auch ein wesentlicher Teil der Geschichte der Sozialversicherung der Zweiten Republik nachgezeichnet.

Eduard März als Wirtschaftshistoriker und Wirtschaftspolitiker

Die Ökonomik der Arbeiterbewegung in der Nachkriegszeit Band 1

Eduard März (1908-1987) war einer der profiliertesten Ökonomen in Österreich in der Zweiten Republik. Als Ökonom war er einem umfassenden wissenschaftlichen Ansatz
verpflichtet, in dem Theorie, Geschichte und Politik gleich gewichtet waren. Nach seiner Rückkehr 1953 aus der Emigration und seinem Eintritt in die Wiener Arbeiterkammer engagierte sich März drei Jahrzehnte in der österreichischen Wirtschaftspolitik und hat bis heute sichtbare Spuren hinterlassen. In der AK baute er den ersten modernen think tank im Rahmen einer Interessenvertretung auf. Er war auch Verfasser von Standardwerken zur Wirtschaftsgeschichte.

Tramway Geschichte(n)

Wiener Straßenbahner im Kampf gegen den grünen und braunen Faschismus

Walter Farthofer

Der Autor dokumentiert die politische und nach 1938 auch rassische Verfolgung von Wiener Straßenbahnern. Der Kern des Buches umfasst rund 550 Kurzbiografien von Mitarbeitern der Wiener Verkehrsbetriebe, die nach 1934 entlassen oder verfolgt wurden. Wiedereinstellungen 1938 werden ebenso erfasst wie Entlassungen nach 1945.

In den Biografien wird auch die dienstliche Entwicklung nach der Befreiung dokumentiert; insgesamt ein Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte der Wiener Verkehrsbetriebe.

Das Überleben hat gelohnt

Erinnerungen eines Metallarbeiters und Betriebsrates

Walter Stern

Walter Stern, geb. 1924 als Kind jüdischer Eltern verbrachte seine Kindheit und Jugend im "Roten Wien". In den 30er Jahren, sein Interesse gilt mehr dem Fußball als der Politik, machte er als Jude erste Erfahrungen mit dem stark zunehmenden Antisemitismus, vor dem er im August 1939 nach Palästina flüchtete - seine Eltern wurden vom NS-Regime ermordet. 1945 arbeitete er bei der Suche nach Nazi-Kriegsverbrechern mit, 1947 schloss er sich der KPÖ an und begann in einem Elektro- und Metallunternehmen zu arbeiten. Er engagierte sich als Betriebsratsvorsitzender. Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 trat Walter Stern aus der KPÖ aus, sein politisches Engagement endete damit jedoch nicht: Stern gehört zu den Gründungsmitgliedern der Gewerkschaftlichen Einheit (GE).

"Warum werden Erinnerungen nur von berühmten Menschen geschrieben? Weil sie besonders Interessantes zu berichten haben? Oder weil ihr Name Neugierde erweckt? Warum schreibe ich? Ich bin kein Berühmter, kein Schauspieler, kein Politiker. Aber ich habe zwei Kinder und Enkelkinder."

Ein Mann und sein Plan

Friedrich Hillegeist in der österreichischen Sozialversicherung

Günther Steiner

Guenther Steiner zeichnet das Bild einer der politischen Schlüsselfiguren der ersten Jahrzehnte der Zweiten Republik. Verwoben mit dem fundierten Porträt Friedrich Hillegeists werden die Weichenstellungen deutlich, die 1945 und in den Jahren danach vorgenommen wurden. Hillegeist war einer der Weichensteller. Er half an entscheidender Stelle mit, dass der zweite Anlauf der demokratischen Republik zu einem Erfolg wurde. Hillegeist sah seine Aufgabe in der SPÖ und im 1945 neu gegründeten, überparteilichen ÖGB darin, die speziellen Interessen der Angestellten zu vertreten. Die Integrationsfunktion kam Hillegeist auch zu, als er 1959 die Funktion des Präsidenten des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger übernahm.

Die Christliche Arbeiterbewegung in den Jahren 1933 bis 1946

Vom Untergang der Demokratie bis zum Beginn der Zweiten Republik

Georg-Hans Schmit

Die Arbeit gibt einen Einblick in die ideologische Entwicklung der christlichen Arbeiterbewegung (Linzer Programm 1923 bis zum ÖAAB-Programm 1946) und orientiert sich an den Bruchlinien, die für diesen Zeitraum wesentlich waren: Aufgabe der eigenen demokratischen Grundsätze und Unterstützung der autoritären Regierung 1933, Leitung der Einheitsgewerkschaft 1934-1938 und Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Weiters werden die theoretisch-ideologischen Grundlagen mit den jeweiligen Grundsatzprogrammen bzw. mit jeweils konkreten Handeln auf Übereinstimmung untersucht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der (Erinnerungs-)Literatur und den Quellenbeständen in den Archiven.

 

... mit sozialpolitischen Erwägungen

Staatliche Arbeitsstatistik und Gewerkschaftsmitsprache im Handelsministerium der Habsburgermonarchie

Brigitte Pellar

Das Buch ist ein interessanter Beitrag zu den Wurzeln von AK, Sozialministerium und Sozialpartnerschaft.

Anton Benya - "Der Vertrauensmann"

Hrsg.: Nani Kauer

Anton Benya, der am 8. Oktober 2012 100 Jahre alt geworde wäre, war ein großer Mitgestalter der österreichischen Politik; wichtige Teile der Erfolgsgeschichte der Zweiten Republik tragen seine Handschrift: das Modell der österreichischen Sozial- und Wirtschaftspartnerschaft, die Sozialgesetzgebung, das Arbeitsrecht. Er war mitverantwortlich für jenen "österreichischen Weg", der unserem Staat weltweiten Respekt und Anerkennung eingetragen hat. Benya war 24 Jahre Präsident des ÖGB und 15 Jahre Präsident des Nationalrats. Und er war und ist eine der wichtigsten Symbolfiguren der österreichischen Gewerkschaftsbewegung.

Christian Broda

Festveranstaltung anlässlich des 25. Todestages des großen Justizreformers

Hrsg.: SPÖ-Parlamentsklub

"Rechtsreformer, Europäer, Visionär" - keine anderen Worte könnten Christian Broda besser beschreiben als diese. Anlässlich seines 25. Todestages veranstaltete der SPÖ-Parlamentsklub am 1. Februar 2012 eine Gedenkfeier. Die in hohem Maße gelungene Veranstaltung wird durch dieses Buch dokumentiert.

Beiträge von Josef Cap, Heinz Fischer, Hannes Jarolim, Beatrix Karl, Roland Miklau, Barbara Prammer, Kurt Stürzenbecher

Der Sozialpolitiker Karl Maisel

Als Sozialdemokrat und Gewerkschafter, als Regierungsmitglied und schließlich als Präsident der Arbeiterkammer steht Karl Maisel für die Erfolgsgeschichte der Zweiten Republik. Er prägte ein wichtiges, einfür die Anfänge der Zweiten Republik entscheidendes Politikfeld: die Sozialpolitik. Er war der Minister des ASVG. In seiner Amtszeit einigten sich die Sozialpartner auf die gesetzliche Grundlage des sich entwickelnden Sozial- und Wohlfahrtsstaates.

 

Gemeinsam für Kärnten arbeiten

AK Kärnten 1922 bis 2012

Hrsg.: Johannes Grabmayer

Die Kärntner Arbeiterkammer hat vorbereitend zu ihrem 90jährigen Bestandsjubiläum namhafte Autoren/innen aus dem universitären Bereich, aber auch aus den eigenen Wirkungsfeldern eingeladen, ihre Erkenntnisse in gut verständlichen Beiträgen zur Verfügung zu stellen. Sie sollen zur Rückbesinnung ebenso wie zum Weiterdenken anregen und damit Ansätze für eine neue, gerechte und faire Gestaltung unserer Gesellschaft aufzeigen.

Zukunft gestalten - Visionen denken

90 Jahre Konstituierung der Arbeiterkammern

Bundesarbeitskammer

Die Publikation stellt keine "Festschrift" im landläufigen Sinn dar, sondern bietet Raum zur Erörterung von Herausforderungen, die auf die Arbeiterkammern zukommen. Die inhaltlichen Schwerpunkte stellen Fragen an die Zukunft unserer Gesellschaft, unseres Staates sowie der Europäischen Gemeinschaft dar, wobei auch Visionen zur künftigen Arbeitswelt, Wirtschafts- und Bildungspolitik Platz finden.

Eine andere Geschichte Österreichs

Ausgabe PRO-GE

Brigitte Pellar

Die Geschichte der Gewerkschaftsbewegung ist auch immer ein Stück Geschichte von einzelnen Menschen. Und ganz besonders von jenen Menschen, die jahrelang den gewerkschaftlichen Gedanken mittragen und den ÖGB als treue Mitglieder unterstützen. All diesen Menschen ist dieser Bildband über die Geschichte der Gewerkschaftsbewegung gewidmet.

Der Bildband ist wie eine Zeitung gestaltet. Jede Seite kann für sich alleine gelesen werden. Neben dem fixen Kernteil (der für alle Ausgaben der Gewerkschaften gleich ist) wurden Mutationen für die Gewerkschaften verwirklicht.

Internationale Gewerkschaftsarbeit im multinationalen Staat der Habsburgermonarchie

Ein Beitrag zur europäischen Gewerkschaftsgeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung der "Reichsgewerkschaftskommission" und ihrer deutsch-tschechischen Arbeit vor 1914

John Evers

Die Studie befasst sich mit der "internationalen Arbeit" der Reichsgewerkschaftskommission - also der Gewerkschaftszentrale des westlichen Teils der Habsburgermonarchie - vor dem Ersten Weltkrieg. Einerseits wird die Entwicklung der modernen Gewerkschaften vor allem im Wiener Raum sowie in Böhmen und Mähren konsequent in einen europäischen Kontext gesetzt und andererseits beleuchtet der Autor die gewerkschaftlichen Ansätze, die multinationale ArbeiterInnenschaft des Habsburgerstaates zu organisieren.

Die Befreiung des KZ Mauthausen

Am 5. Mai 1945 erreichten Vorausabteilungen der 11. US-Panzerarmee das letzte große, bis dahin noch nicht befreite Konzentrationslager, das KZ Mauthausen. Von dem, was die Befreier zu Gesicht bekamen, wie die Häftlinge das Ende ihrer Leiden erlebten und was die vermeintlich "unbeteiligte" Zivilbevölkerung in der Umgebung Mauthausens und seiner Nebenlager sah, handelt dieses Buch. Es enthält Berichte, Dokumente, Aussagen und Protokolle, die gemeinsam zu einem Mosaik der Befreiung werden.

Wilhelmine Moik

Es hat sich alles mehr ums Politische gehandelt. Ein Leben für die gewerkschaftliche Frauenpolitik

Agnes Broessler

Wilhelmine Moik (1894 bis 1970), geboren als eines von insgesamt neun Kindern einer Arbeiterfamilie in Wien-Ottakring, gehörte zum Kernteam der Gewerkschafterinnen in der Ersten Republik, die sich für die Weiterentwicklung der Frauenpolitik einsetzten und dabei auch heute noch zentrale Themen, wie etwa ein "Recht auf Arbeit", "Gleicher Lohn für gleiche Leistung" oder "Mehr Mitbestimmung" ansprachen.

Die Geschichte der Selbstverwaltung und Arbeitnehmermitbestimmung in der österreichischen Sozialversicherung

Teil 1: Von den Anfängen bis 1918

Robert Grandl

Mit diesem Buch hat Robert Grandl im Auftrag des Instituts für Gewerkschafts- und AK-Geschichte begonnen, einen weißen Fleck auf der Forschungslandkarte zu beseitigen. Denn alle bisher geleisteten Arbeiten zum Thema "österreichische Sozialversicherung" blendeten die Geschichte der Selbstverwaltung, ihrer Funktionsweise und ihrer politischen Bedeutung fast vollständig aus. Vor allem die Auseinandersetzungen und Kämpfe um die Mitbestimmung der ArbeitnehmerInnenseite (und damit der Versicherten) blieben unberücksichtigt. Gerade das Wissen um diese Entwicklung ist aber auch für das Verstehen der aktuellen Diskussion um die Organisation der Sozialversicherung wesentlich.

Jugendliche schreiben gegen das Vergessen

Texte von Jugendlichen vor und nach dem Besuch des ehemaligen KZ-Mauthausen

Hrsg.: Mauthausen Komitee Österreich

In diesem Buch finden Sie 150 - von einer unabhängigen Jury ausgewählte - Beiträge von Jugendlichen. Sie schildern ihre Eindrücke und Gefühle vor und nach dem Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen. Diese Texte sind nicht nur eine eindrucksvolle Dokumentation für das Engagement einer angeblich politikverdrossenen Jugend, sondern auch ein gewichtiger Beweis, dass Jugendliche sehr wohl bereit sind, die Vergangenheit kritisch zu hinterfragen.

Anton Benya. Mein Weg

Lebenserinnerungen eines Gewerkschafters und Demokraten

Anton Benya

Anton Benya, von 1963 bis 1987 Präsident des österreichischen Gewerkschaftsbundes, blickte 1992 auf acht Jahrzehnte seines Lebensweges zurück. Seine Erinnerungen werden ergänzt durch Aussagen in Interviews und Statements, die er - unverändert hellhörig für die Gefahren, die Demokratie und Sozialstaat begegnen können - als eine moralische Instanz Österreichs in seinem letzten Lebensjahrzehnt klar und deutlich aussprach.

50 Jahre Fraktion Christlicher Gewerkschafter

Festschrift

Karl Klein

Die Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) beging am 14. Oktober 2001 den 50. Jahrestag ihrer Gründung. Am 26. April 1951 wurde bei einer Obmännerkonferenz der christlich-sozialen Gewerkschafter beschlossen, ein Zeichen der Unabhängigkeit und Überparteilichkeit zu setzen. Beim Bundeskonkress des ÖGB 1951 wurde die Gründung der Fraktion Christlicher Gewerkschafter schließlich umgesetzt.

Johann Böhm in der österreichischen Sozialversicherung

Johann Böhm war eine Schlüsselfigur der österreichischen Politik: In der Kaiserzeit und in der Ersten Republik, in der autoritären und in der totalitären Diktatur hat er, in verschiedener Weise engagiert, politische Zeitgeschichte erfahren. In der Zweiten Republik hat er schließlich in prominenter Rolle politische Zeitgeschichte gemacht.

Der Wille zum Aufbruch

Politische Texte zum ersten ÖGB-Kongress und zur Konstituierung der Arbeiterkammern in der Zweiten Republik

Walter Göhring

Ohne Geschichte keine Gegenwart und keine Zukunft. Das ist der Leitspruch dieser Broschüre, in der Walter Göhring vom Institut zur Erforschung der Geschichte der Gewerkschaften und Arbeiterkammern Reden und Texte zum 1. ÖGB-Kongress und zu den konstituierenden Sitzungen der Arbeiterkammer in den Bundesländern gesammelt hat. Protokolle, Bildmaterial, Presseauszüge und Materialstudien geben einen detaillierten Einblick in die Aufbruchsstimmung dieser Zeit und lassen die Gründungszeit wieder lebendig werden.

Die Gelben Gewerkschaften Österreichs in der Zwischenkriegszeit

Die Gelben oder Unabhängigen Gewerkschaften Österreichs wurden vor allem zur Bekämpfung der Freien Gewerkschaften Österreichs, aber auch der Christlichen Gewerkschaften mit finanzieller und personeller Hilfe seitens einzelner Unternehmer gegründet. Vorliegendes Werk bietet eine umfassende Zusammenstellung der Entwicklung und Strategien der Unabhängigen Gewerkschaften in der Zwischenkriegszeit, belegt durch zahlreiche Dokumente, es will zum Nachdenken anregen und Diskussionen dahingehend in Gang setzen, daß sich derartige Entwicklungen nicht wiederholen.

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